FAQ's

FAQ 1: Welche Vorteile habe ich, wenn ich bei der Kooperative mitmache?

 

Unser Ziel ist die Stärkung und der Aufbau einer unabhängigen, lokalen Versorgung. Als Mitglied hast Du die Möglichkeit, die Unternehmung "Die Kooperative" aktiv mitzugestalten, selbst Hand anzulegen (z.B. Kartoffelernte, Saften) sowie Wissen und Fertigkeiten rund um Lebensmittel, Lagerung und Zubereitung zu erwerben und weiterzugeben. Da alle Lebensmittel in Frankfurt und der Region produziert werden, kommt Dein Gemüse ohne lange Transportwege, Kühlketten und Lagerung aus. Darüber hinaus lernst Du die Menschen persönlich kennen, die Deine Lebensmittel produzieren. So weißt Du ganz genau, wo Dein Gemüse, Obst, Eier, Brot etc. herkommen. Und du lernst auch andere Mitglieder kennen, z.B. bei gemeinsamen Hoffesten oder Einmachaktionen. Zur lokalen Produktion gehören auch abwechslungsreiche, saisonale Gemüse- und Obstsorten, die Du (neu) entdecken kannst.

 

Durch Deine Mitgliedschaft unterstützt Du regionale Kleinbetriebe, die verantwortungsvolle, ökologische Landwirtschaft betreiben. Hierzu gehört auch aktiver Umweltschutz, z. B. durch Verzicht auf Pestizide und Kunstdünger, Blühstreifen, Vermeidung von beheizten Gewächshäusern. Da alle Produkte direkt vom Feld zu Dir gelangen und nur das geerntet wird, was gebraucht wird, werden zudem weniger Lebensmittel verschwendet. Zu guter Letzt ermöglichst Du, die urbane Gemüseanbautradition in Oberrad wiederzubeleben und diese allen erlebbar zu machen – direkt vor Deiner Haustür.

 

 

FAQ 2: Wie viel enthält der jeweilige Anteil so ungefähr?

Der Standard-Anteil wurde für einen 2-3-Personenhaushalt kalkuliert. Im Folgenden findest Du einige Beispielkisten. (Der tatsächliche Inhalt variiert je nach Jahreszeit und Wetter.)

KW 15 (April): 

Standard Gemüseanteil: 1,5 kg Kartoffeln, 1 Bund Lauchzwiebeln, 250 g Spinat, 1 Bund Radieschen, 1 Kopfsalat

Standard Obstanteil: 1 kg Äpfel, 1 großes Glas eingemachtes Obst

 

KW 30 (Juli):

Standard Gemüseanteil: 0,5 kg Zwiebeln, 150 g Cherrytomaten, 500 g Fleischtomaten, 1 Schlangengurke, 1 Kopfsalat, 100 g Rucola, 1 Brokkoli, 1 Bund Petersilie

Standard Obstanteil: 500 g Zwetschgen, 300 g Süßkirschen, 250 g Erdbeeren

 

KW 43 (Oktober):

Standard Gemüseanteil: 1,5 kg Kartoffeln, 1 Fenchel, 1 Bund Lauchzwiebeln, 200 g Pastinaken, 400 g Sellerie, 1 Blumenkohl, 100 g Feldsalat, 1 Radicchio

Standard Obstanteil: 1 kg Äpfel, 0,5 kg Birnen

 

KW 03 (Januar):

Standard Gemüseanteil: 2 Stangen Lauch, 300 g Rote Bete, 500 g Chinakohl, 150g Postelein, 750 g Wirsing

Standard Obstanteil: 1 kg Äpfel, 1 großes Glas eingemachtes Obst

 

 

FAQ 3: Ich habe gelesen, dass es auch kleine Kisten gibt und bin mir nicht sicher, ob nicht doch eine solche kleine Kiste besser zu mir passt.

 

Erfahrungsgemäß ist ein Standard-Ernteanteil für einen Single-Haushalt etwas zu viel, für einen 2-3 Personen-Haushalt genau richtig und für eine Großfamilie zu wenig (hier gibt es die Möglichkeit eines Maxi-Ernteanteils; sprecht uns darauf gerne an). Wenn Ihr euch unsicher seid, ob der Standard- oder der kleine Anteil für Euch besser geeignet ist, probiert diesen einfach für 8 Wochen aus. Wenn Ihr merkt, dass doch ein anderer Anteil passender wäre, könnt ihr den Ernteanteil nach diesen 8 Wochen auch ändern (bitte Kündigungsfrist beachten, siehe Jetzt Testen).

 

Unsere Gesamtkosten-Kalkulation basiert auf Standard-Ernteanteilen. Bei gleichem Pack- und Lieferaufwand lohnen sich die kleinen Kisten für uns entsprechend weniger, deshalb erheben wir auf den kleinen Ernteanteil eine Kostenumlage von 20 % (ausgenommen sind Eier). Aus betriebswirtschaftlichen Gründen mussten wir die Anzahl der kleinen Kisten auf max. 33 % der Gesamtkistenzahl begrenzen. Wenn diese 33 % erreicht sind, können wir entsprechend nur bei Austritten neue kleine Kisten vergeben und tun dies quasi im Nachrückverfahren. Wir bitten dafür um Euer Verständnis. Bitte versucht gegebenenfalls jemanden zu finden, mit dem Ihr Euch einen Standard-Ernteanteil teilen könnt.

 

 

FAQ 4: Wie werden die Ernteanteile „geliefert“, gibt es ein Kisten-Pfandsystem o. ä.?

 

Jede Woche wird Euer Ernteanteil in einer Kiste in einem Verteilpunkt bereitgestellt oder zu euch nach Hause geliefert. Um Kosten zu sparen, werden wir jedoch kein teures, aufwändiges Kisten-Pfandsystem einführen und vertrauen auf Eure Ehrlichkeit und Gewissenhaftigkeit. Und trotzdem kostet uns der Verlust von Gemüsekisten in der Summe eine große Menge Geld! Es ist kein Beinbruch, wenn Ihr mal vergesst, die Kiste am Verteilpunkt wieder abzugeben, wenn Ihr dann in der nächsten Woche daran denkt. Tipp: Beim Abholen der Ernteanteile im Verteilpunkt könnt Ihr das Gemüse auch direkt in eine eigene Tasche umpacken und die Kiste dort stehen lassen.

 

 

FAQ 5: Was sind eigentlich Depots?

 

Depots sind Orte, an denen die Ernteanteile von den Mitgliedern abgeholt werden können. Als Depot kann grundsätzlich alles dienen, was strategisch einigermaßen günstig liegt und ganzjährig Zugang für andere Mitglieder bietet – eine Garage, ein Laden, ein belüfteter Keller, ein Café… Depots sollten sauber sein und über ein einigermaßen gemäßigtes Klima sowohl im Hochsommer als auch bei Minusgraden verfügen. Wir haben kleine Abholstellen, in denen sich private Haushalte bereit erklären, die Ernteanteile ihrer Nachbarn anzunehmen (lohnenswert ab 5 Kisten) und während der Woche auf die zurückgekommenen Leergutkisten gut aufzupassen. Ganz ähnlich läuft es in unseren eher mittelgroßen (5-20 Kisten) und großen Depots (mit über 20 Kisten) ab. Unsere Fahrer nehmen die Kisten bei der nächsten Anlieferung in der Folgewoche wieder mit.

 

Alle Depots haben gemein, dass sie von anderen Mitgliedern oder Partnern zur Verfügung gestellt werden. Sie alle bringen – ohne hierfür bezahlt zu werden – ihre Zeit, Energie und Stellfläche ein. Deswegen ist es wirklich sehr wichtig, dass wir unseren Depot-InhaberInnen jeden zusätzlichen Aufwand und Ärger ersparen und die Kisten zuverlässig zur vereinbarten Zeit abholen und das Depot sauber halten.

 

 

FAQ 6: Wann und nach welchen Kriterien entsteht ein Quartiersladen?

 

Mitgliederläden werden in den Quartieren entstehen, in denen die Dichte der Mitglieder so hoch ist, dass jegliche Depotstrukturen an ihre Grenzen stoßen. Dann suchen alle Mitglieder mit uns gemeinsam einen passenden Quartiersladen. Dort könnt Ihr zu den Öffnungszeiten euren Ernteanteil entnehmen und weitere Lebensmittel einkaufen. Wir möchten jedoch auch Menschen, die nicht bei der Kooperative Mitglied sind, ermöglichen, in Quartiersläden einkaufen. Zum einen, um die Kosten für den Laden so gering wie möglich zu halten und um andererseits neue Mitglieder für die Kooperative zu begeistern.